Herz-Kreislauf

 

Herzkreislauf und Bluthochdruck

Vier bis sechs  Liter Blut strömen durch den Körper eines Menschen. Sein Netz aus Blutgefäßen ist insgesamt über 100.000 Kilometer lang. So erreicht es jede Körperzelle, um sie mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen und die Abfallprodukte des Stoffwechsels wieder abzutransportieren. Das Herz übernimmt dabei die Rolle einer Pumpe, die das Blut zu den verschiedenen Organen befördert. Damit das Blut den vorhandenen Strömungswiderstand überwinden kann, muss das Herz Druck erzeugen. Dafür erschlafft es regelmäßig, um sich dann wieder zusammenzuziehen. Die Entspannungsphase bezeichnen Fachleute als Diastole, die Kontraktionsphase als Systole.

Um den Blutdruck eines Menschen bestimmen zu können, werden immer zwei Werte gemessen: den höheren Blutdruckwert während der Systole und den niedrigeren Blutdruckwert während der Diastole, zum Beispiel 120 zu 80 Millimeter Quecksilbersäule, abgekürzt als mmHg. Erwachsene sollten ihren Blutdruck mindestens einmal im Jahr überprüfen lassen, ältere Menschen und Schwangere öfter. Denn laut Robert Koch-Institut leidet etwa ein Drittel aller deutschen Erwachsenen an Bluthochdruck, der so genannten Hypertonie. Ein zu hoher Blutdruck kann viele Gründe haben. Eine Rolle spielen die Veranlagung, das Alter, aber auch Bewegungsmangel, häufiger Alkoholkonsum, Stress und das Geschlecht: Männer sind öfter betroffen.

Viele unterschätzen die Krankheit Bluthochdruck allerdings. Zu Unrecht. Eine Arterienverkalkung, die Unterversorgung wichtiger Organe, Nierenfunktionsstörungen oder auch ein Schlaganfall können die Folge sein. Dem Herzen macht Bluthochdruck besonders zu schaffen. Er kann zu einem Herzinfarkt, aber auch zu einer Herzmuskelschwäche, einer Herzinsuffizienz führen. Vorbeugen können Betroffene, in dem sie sich ausgewogen und salzarm ernähren, sich regelmäßig bewegen, Stress vermeiden und auf Rausch- und Genussmittel möglichst verzichten. Wenn das allein nicht mehr ausreicht, ist die Einnahme von Medikamenten angezeigt, um Bluthochdruck oder eben bereits dessen Folgeerscheinungen zu therapieren. Das gilt meist auch für andere Herzkrankheiten und Herzbeschwerden wie Angina pectoris. 

 

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